Bau trifft Kunst - ein Künstler stellt sich vor

In meiner Malerei und Grafik beschäftige ich mich mit urbanen Systemen, Infrastruktur und der wachsenden Informationsflut der heutigen Zeit. Ob Stadtansicht, Landschaft oder Interieur, stets interessiert mich die Ordnung, welche sich hinter der sichtbaren Oberfläche verbirgt:
Ich male eine Stadt und zeige dabei viele unterschiedlich große Quader, welche übereinander gestapelt oder ineinander verschachtelt sind.
Ich male eine Winterlandschaft und durchziehe diese mit einem dichten Netz aus Straßen, Liftanlagen und Schneisen.
Stets suche ich ein Schema, nach dem die Welt organisiert ist.
Besonders beim Betrachten moderner Großstädte fällt mir zunehmend die Funktionalität auf, welche das Aussehen dieser Lebensräume bestimmt: Wie die Bauteile einer Leiterplatte sind Häuser, Straßen und Plätze in rechten Winkeln zueinander angeordnet. Alle Punkte in diesem dreidimensionalen Raster sind miteinander verbunden, vernetzt. Menschen, Güter und Daten bewegen sich im Takt auf meist geraden
Bahnen von einem Punkt zum anderen. An Schnittstellen der Linien kann man umsteigen - die Richtung ändern. Dieses immer dichter werdende Netz an Straßen- und Liniensystemen möchte ich in all seiner Komplexität darstellen. Dazu die Häuserblocks, mit all ihren Etagen und Räumen. Und die Menschen, wie sie sich darin bewegen. Am besten alles zugleich, über-, neben- und ineinander. Als Ansicht, Draufsicht und Querschnitt. Als Übersicht des Unübersichtlichen, als ,,Unübersicht"
Mein Fokus liegt auf der Fülle, der Komplexität und der zunehmenden Vernetzung des Lebens in urbanen Räumen. Mich interessieren die Wechselspiele von Ordnung und Chaos, von Statik und Dynamik und die stets wachsende Informationsflut.
Es entstehen überfüllte aber geordnete Sammelbilder. Spielerisch versuche ich, ein lebendiges Chaos darzustellen und dahinter wieder ein funktionierendes System erkennbar werden zu lassen.
Philipp Gloger
wir freuen uns ihnen die Zusammenarbeit mit dem Dresdener Künstler Philipp Gloger präsentieren zu dürfen.
Im Rahmen des Kunst-und Wissenschaftspreises 2016, ausgelobt durch das Leibniz-Institut Dresden, unterstützte Vollmer Aluminium Philipp mit „Baumaterialien" für die Gestaltung seines Wettbewerbsbeitrages „der zureichende Grund"
Hierbei kann man eindrucksvoll sehen wie durch eine Art Recycling ein phantastischer Mehrwert in Form eines spannenden Kunstprojektes unter anderem aus Produktionsresten und ausgedienten Gebrauchsgegenständen entstehen kann.
Philipp gewann im Rahmen dieses Wettbewerbes den Publikumspreis.